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Amyloidose ist nicht gleich Amyloidose

Welche Arten von Amyloidose gibt es?

Im menschlichen Körper gibt es Tausende unterschiedliche Eiweiße, die verschiedene Funktionen haben. Wenn fehlgebildete Eiweiße verklumpen und sich Eiweißfäden im Körper ablagern, spricht man von einer Amyloidose.

Derzeit sind über 35 körpereigene Eiweiße bekannt, die zu Amyloidosen mit unterschiedlichen Erscheinungsformen führen können.

Auch bei dieser seltenen Form gibt es unterschiedliche Ausprägungen und Amyloidose Symptome. Zum Beispiel die Transthyretin-Amyloidose mit Polyneuropathie, bei der das Nervensystem beeinträchtigt ist und die Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie, bei der das Herz betroffen ist.
Eine Amyloidoseform, die der Transthyretin-Amyloidose zum Verwechseln ähnelt, ist die Leichtketten- Amyloidose. Auch sie kann Empfindungsstörungen in Füßen oder Händen, Herzbeschwerden, Durchfälle oder Nierenbeschwerden auslösen. Diese Form der Amyloidose erfordert jedoch eine andere Therapie als die Transthyretin-Amyloidose:

Patienten mit Leichtketten-Amyloidose erhalten eine Chemotherapie.

Der behandelnde Arzt wird daher immer sehr genau untersuchen, unter welcher Form der Amyloidose Sie leiden, bevor er eine Therapie beginnt. Dabei hilfreich ist oft ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch.